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The Big Lebowski
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The Big Lebowski (englisch fĂŒr âDer groĂe Lebowskiâ) ist eine Filmkomödie aus dem Jahr 1998 von Ethan und Joel Coen mit Jeff Bridges in der Hauptrolle.
Die Weltpremiere fand am 18. Januar 1998 auf dem Sundance Film Festival statt. Am 15. Februar wurde das Werk im Rahmen des Wettbewerbs der Internationalen Filmfestspiele Berlin aufgefĂŒhrt. Kinostart in den Vereinigten Staaten war am 6. MĂ€rz 1998, in Deutschland am 19. MĂ€rz. 2014 wurde der Film ins National Film Registry aufgenommen.cite-ref-1[1]
Contents
âą Handlung
âą Hintergrund
âą Anspielungen
âą Soundtrack
âą Synchronfassung
âą Rezeption
âą Kritiken
âą Auszeichnungen
âą Spinoff
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Handlung
Los Angeles, im Jahr 1991: Der arbeitslose Alt-Hippie Jeffrey Lebowski, der sich nur der Dude nennt, und seine beiden Freunde, der Choleriker Walter Sobchak und der phlegmatische Donny Kerabatsos bowlen regelmĂ€Ăig zusammen. Das beschauliche Leben des Dudes Ă€ndert sich, als zwei SchlĂ€gertypen in seine Wohnung eindringen, weil sie ihn fĂŒr den gleichnamigen MillionĂ€r Jeffrey Lebowski halten, dessen junge Frau Bunny einem Jackie Treehorn Geld schuldet. Bevor ihnen ihre Verwechslung bewusst wird, taucht einer der beiden den Dude kopfĂŒber in die Toilette, wĂ€hrend der andere auf den Teppich uriniert, der âdas Zimmer erst richtig gemĂŒtlich gemachtâ hatte.
Der Dude spricht am nĂ€chsten Tag im Haus seines Namensvetters vor, um Schadensersatz fĂŒr seinen Teppich zu verlangen. Der MillionĂ€r Lebowski, der im Rollstuhl sitzt, hĂ€lt den Dude fĂŒr einen faulen âPennerâ und ist nicht bereit, ihm den Teppich zu ersetzen. Trotzdem behauptet der Dude gegenĂŒber Lebowskis Assistenten, dass er einen beliebigen Teppich mitnehmen dĂŒrfe, und wird so doch noch entschĂ€digt. Beim Verlassen des GrundstĂŒcks trifft er die attraktive Bunny Lebowski und einen Freund von ihr, den deutschen Nihilisten Uli Kunkel.
Wenig spĂ€ter informiert Lebowski den Dude darĂŒber, dass Bunny gerade entfĂŒhrt worden sei und gegen ein Lösegeld von einer Million Dollar freikommen könne. Er nimmt an, dass die EntfĂŒhrer mit den SchlĂ€gertypen aus der Wohnung des Dudes identisch sind. Deshalb solle dieser das Lösegeld ĂŒbergeben und dabei möglichst die EntfĂŒhrer identifizieren.
Der Dude willigt ein, vermutet aber, dass Bunny ihre EntfĂŒhrung nur vorgetĂ€uscht hat. Sein Freund Walter begleitet ihn bei der GeldĂŒbergabe und wirft statt des Geldes eine Tasche voller SchmutzwĂ€sche als âfalschen Hasenâ aus dem fahrenden Auto. Mit dem Lösegeld-Koffer fahren sie zum Bowling, lassen aber den Koffer im Wagen. Als sie zurĂŒckkommen, ist das Auto gestohlen worden.
Nun meldet sich Lebowskis Tochter, die feministische KĂŒnstlerin Maude Lebowski. Sie erklĂ€rt dem Dude, dass sie die EntfĂŒhrung ihrer Stiefmutter ebenfalls fĂŒr vorgetĂ€uscht halte. Ihr Vater habe das Lösegeld unbefugt aus einer gemeinsamen Stiftung entnommen und hĂ€tte auch den Teppich nicht hergeben dĂŒrfen, den sie einst ihrer inzwischen verstorbenen Mutter geschenkt hatte. Sie zeigt dem Dude den Beginn eines Pornofilms, in dem Bunny mit einem gewissen âKarlâ interagiert, und spĂ€ter eine Schallplatte der (fiktiven) 1970er-Jahre-Band âAutobahnâ, bestehend aus Uli und seinen ebenfalls nihilistisch eingestellten deutschen Freunden. Sie bietet dem Dude zehn Prozent des Lösegeldes, falls es ihm gelingen sollte, es wiederzubeschaffen. Im spĂ€teren Verlauf der Handlung lĂ€sst sie sich bei einem weiteren Aufeinandertreffen vom Dude schwĂ€ngern.
Dudes gestohlener Ford Gran Torino wird zwischenzeitlich von der Polizei gefunden, aber der Koffer mit dem Geld fehlt. In dem schwer beschĂ€digten Auto findet der Dude stattdessen die Hausaufgaben eines gewissen Larry, den er fĂŒr den Dieb des Geldes hĂ€lt. Walter und der Dude suchen den Teenager auf, können aber nichts aus ihm herausbekommen. Um Larry einzuschĂŒchtern, demoliert Walter eine vor dessen Haus geparkte, neuwertige Corvette, weil er fĂ€lschlicherweise annimmt, Larry habe sie mit dem Lösegeld gekauft. TatsĂ€chlich taucht der wahre Besitzer aus dem benachbarten Haus auf und ramponiert aus Wut wiederum den Ford des Dudes.
Lebowski stellt den Dude wegen des verschwundenen Lösegeldes zur Rede und prĂ€sentiert ihm einen abgeschnittenen Zeh, der ihm von den EntfĂŒhrern zugeschickt worden sei. Die SchlĂ€ger suchen den Dude abermals auf und bringen ihn zu ihrem Auftraggeber, dem Pornofilm-Produzenten Jackie Treehorn. Dieser meint, dass Bunny Lebowski ihm Geld schulde, und setzt den Dude unter Drogen, um an Informationen zu kommen. Der nennt im Rausch lediglich den SchĂŒler Larry.
Als Bunny schlieĂlich von einem mehrtĂ€gigen Ausflug zurĂŒckkommt, wird klar, dass die deutschen Nihilisten â Uli, Franz, Kieffer und Ulis Freundin, von der der abgetrennte Zeh stammt â die EntfĂŒhrung nur vorgetĂ€uscht haben. Der vermeintliche MillionĂ€r Lebowski wiederum hatte Bunnys angebliche EntfĂŒhrung genutzt, um die Million Dollar der Stiftung zu unterschlagen. Der Dude vermutet nun, dass der Lösegeld-Koffer, den Lebowski ihm anvertraut hat, ĂŒberhaupt kein Geld enthalten hat, da ihm das Wohlergehen seiner Frau gleichgĂŒltig ist.
Da aus Sicht der EntfĂŒhrer der Dude nach wie vor das Lösegeld haben muss, ĂŒberfallen sie ihn und seine Freunde auf dem Parkplatz des Bowling-Centers. WĂ€hrend des Kampfes erleidet Donny einen Herzinfarkt und stirbt. An einem windigen Klippenrand verstreuen der Dude und Walter Donnys Asche aus einer Kaffeedose und gehen anschlieĂend zum Bowling.
Hintergrund
Anspielungen
âWir wollten eine Chandler-Ă€hnliche Geschichte erzĂ€hlen â wie sie sich episodisch bewegt, und von Figuren handelt, die einen Kriminalfall auflösen; und wir wollten gleichfalls eine hoffnungslos komplexe Handlung, die am Ende doch unwichtig ist.â
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Joel Coen, 1998
The Big Lebowski ist eine Hommage an den Film noir der 1940er-Jahre. Bei der Erstellung des Drehbuchs wollten die Coen-BrĂŒder eine undurchsichtige Geschichte erschaffen, welche in der erzĂ€hlerischen Struktur denen von Raymond Chandler und dessen Privatdetektiv Philip Marlowe Ă€hnelt. Der Titel ist eine direkte Reverenz an Raymond Chandlers Roman The Big Sleep von 1939 (deutscher Buchtitel: Der groĂe Schlaf). Die Figur des Rollstuhlfahrers Mr. Lebowski ist an die Figur des querschnittsgelĂ€hmten General Sternwood aus The Big Sleep angelehnt. Unter anderem haben beide Figuren eine Tochter, die im Verlauf der Geschichte eng mit dem Protagonisten âzusammenkommtâ. Verfilmt wurde Chandlers Roman durch Regisseur Howard Hawks als Filmklassiker Tote schlafen fest (1946), mit Humphrey Bogart und Lauren Bacall in den Hauptrollen. Laut einer Anekdote verstand sogar Hawks die Handlung des verworrenen Tote schlafen fest nicht vollstĂ€ndig, Ă€hnlich verworren wollten auch die Coen-BrĂŒder ihren Film machen.
Bunny wuchs nach Angaben von Da Fino, dem Privatdetektiv im blauen VW KĂ€fer, auf einer trostlosen Farm in der NĂ€he von Moorhead in Minnesota auf, von der er ein SchwarzweiĂfoto zeigt. Moorhead ist die Heimatstadt von Jeff Bridgesâ Frau und grenzt unmittelbar an Fargo, North Dakota, das dem VorgĂ€ngerfilm Fargo der Coen-BrĂŒder den Titel lieh. Die Herkunft aus Ă€rmlichen VerhĂ€ltnissen ist gleichzeitig eine Anspielung auf Holly Golightlys Herkunft in FrĂŒhstĂŒck bei Tiffany. Eine weitere Reverenz an Hawksâ Verfilmung Tote schlafen fest (1946) ist Bunnys Geburtsname: Laut Da Fino heiĂt sie richtig Fawn Knudsen â Ă€hnlich wie Peggy Knudsen, die in Tote schlafen fest eine Nebenrolle verkörperte. Die letzten Worte des Films (das vom Cowboy gesprochene âThe Dude Abidesâ) zitieren den letzten Satz des Film noirs Die Nacht des JĂ€gers, in dem Lillian Gish diesen auf die Kinder der Welt bezieht, die viel Schreckliches durchstehen mĂŒssten.cite-ref-3[3]
Die Figur des Dude basiert hauptsĂ€chlich auf Jeff âThe Dudeâ Dowd (* 1949),cite-ref-4[4] einem unabhĂ€ngigen Filmproduzenten, der den Coen-BrĂŒdern beim Verleih ihres ersten Films Blood Simple geholfen hatte. Dowd war wie der Protagonist des Films Mitglied der âSeattle Sevenâ und bevorzugt es, sich eher salopp zu kleiden.
Die im Film gezeigte Techno-Pop-Platte Nagelbett einer deutschen Band namens Autobahn, bestehend aus den Nihilisten, ist eine Anspielung auf die Gruppe Kraftwerk, die insbesondere durch den Titel Autobahn von ihrem gleichnamigen Album aus dem Jahr 1974 auch in den USA bekannt wurde. Das fiktive Plattencover im Film ist angelehnt an die Optik des 1978 veröffentlichten Kraftwerk-Albums Die Mensch-Maschine, das die Musiker ebenfalls in markanten roten Hemden mit schwarzen Krawatten zeigte.
Der Vater von Larry liegt im Film in einer Eisernen Lunge. In den frĂŒhen 1990er-Jahren gab es noch viele Menschen, die infolge von Polio-Erkrankungen diese Maschine zur Lebenserhaltung nutzen mussten.
Produktionsgeschichte
Die Dreharbeiten fanden vom 27. Januar 1997 bis 25. April 1997 an verschiedenen Orten in Kalifornien statt. Als Kulisse fĂŒr die Villa des Pornoproduzenten diente die Sheats-Goldstein Residence in Los Angeles. Die Bowling-Sequenzen wurden ĂŒber drei Wochen bei Hollywood Star Lanes, einem 2002 geschlossenen Bowlingcenter in Los Angeles, gedreht. Die Szene, in welcher Dude von zahlreichen TĂ€nzerinnen trĂ€umt (eine Hommage an die Busby-Berkeley-Musicalfilme), wurde in einem stillgelegten Flugzeughangar gefilmt.cite-ref-5[5]
Einer der Nihilisten wird von Flea, dem Bassisten der Red Hot Chili Peppers, gespielt. Die Nihilistin mit dem abgeschnittenen Zeh verkörpert Songwriterin und SĂ€ngerin Aimee Mann. Einen Kurzauftritt als Smokey hat Jimmie Dale Gilmore, SĂ€nger und Songwriter der Folkrockgruppe The Flatlanders. Asia Carrera, die Frau, die zusammen mit Bunny Lebowski und dem Nihilisten in dem Pornofilm, den Maude dem Dude zeigt, auftaucht, ist tatsĂ€chlich eine bekannte Pornodarstellerin. Jerry Haleva, der in einer kurzen Traumsequenz als Saddam Hussein auftritt, spielte diese Rolle bereits in Hot Shots! â Die Mutter aller Filme und Hot Shots! Der zweite Versuch.
Soundtrack
Der Song, der wĂ€hrend des Abspanns lĂ€uft, ist Dead Flowers von den Rolling Stones in einer Coverversion von Townes Van Zandt. Der frĂŒhere Stones-Manager Allen Klein, der die Rechte an dem Song hĂ€lt, wollte 150.000 Dollar fĂŒr die Verwendung im Film. Der Musikproduzent T-Bone Burnett, der bei The Big Lebowski als Musikarchivar diente, drĂ€ngte Klein, bei ihm vorbeizukommen, um sich einen Rohschnitt des Films anzuschauen. In einer Szene wird der Dude aus einem Taxi geworfen, weil er betont, dass er âdie bekackten Eaglesâ hasse (orig.: âI had a rough night and I hate the fuckinâ Eagles, man!â). Burnett berichtet: âDann kam die Stelle, wo der Dude sagt: âI hate the fuckinâ Eagles, man!â Klein steht auf und sagt: âDas ist es, du kannst den Song haben.â Das war schön.â
Zudem lÀuft in der Szene, in der Jesus erstmals zu sehen ist, im Hintergrund eine spanische Coverversion der Gipsy Kings des Songs Hotel California von den Eagles.
1. Sons of the Pioneers â Tumbling Tumbleweeds
2. Bob Dylan â The Man in Me
3. Esquivel â Mucha Muchacha
4. The Monks â I hate you
5. Captain Beefheart â Her Eyes are a blue million miles
6. W. A. Mozart â Requiem in D-Moll
7. Gipsy Kings â Hotel California
8. Creedence Clearwater Revival â Run through the jungle
9. Booker T. & the M.G.âs â Behave yourself
10. Meredith Monk â Walking Song
11. Piero Piccioni â Traffic Boom
12. Dean Martin â Standing on the corner
13. Debbie Reynolds â Tammy
14. Elvis Costello â My mood swings
15. Creedence Clearwater Revival â Looking out my back door
16. Modest Mussorgski â Bilder einer Ausstellung (Der Gnom)
17. Santana â Oye Como Va
18. Yma Sumac â Ataypura
19. Henry Mancini â Lujon
20. Kenny Rogers & The First Edition â I just dropped in (to see what condition my condition was in)
21. Teo Usuelli â Piacere Sequence
22. Eagles â Peaceful easy feeling
23. Big Johnson â Viva Las Vegas
24. Nina Simone â I got it bad and that ainât good
25. Moondog with Orchestra â Stamping ground
26. Carter Burwell â Technopop
27. Townes van Zandt â Dead Flowers
28. Rustavi Choir â We venerate the Cross
Synchronfassung
Die deutsche Synchronfassung entstand 1998 bei Interopa Film unter Dialogregie von Torsten Michaelis nach einem Dialogbuch von Sven Hasper.cite-ref-6[6]
| Figur | Darsteller | Deutscher Sprecher |
|---|---|---|
| Jeffrey âder Dudeâ Lebowski | Jeff Bridges | Joachim Tennstedt |
| Walter Sobchak | John Goodman | Helmut Krauss |
| Theodore Donald âDonnyâ Kerabatsos | Steve Buscemi | Torsten Sense |
| Maude Lebowski | Julianne Moore | Liane Rudolph |
| Jeffrey âThe Bigâ Lebowski | David Huddleston | Hans Teuscher |
| Brandt, Big Lebowskis SekretÀr | Philip Seymour Hoffman | Michael Pan |
| Bunny Lebowski (Fawn Knudsen) | Tara Reid | Dorette Hugo |
| The Stranger (ErzÀhler) | Sam Elliott | Gunter Schoà |
| Jackie Treehorn | Ben Gazzara | Christian Rode |
| Jesus Quintana, Bowler | John Turturro | Stefan Fredrich |
| Smokey, Bowler | Jimmie Dale Gilmore | Stefan Krause |
| Privatdetektiv Da Fino | Jon Polito | Hans-Werner Bussinger |
| Knox Harrington, VideokĂŒnstler | David Thewlis | Santiago Ziesmer |
| Ulli Kunkel (1. Nihilist) | Peter Stormare | Thomas Nero Wolff |
| Kieffer (2. Nihilist) | Michael Balzary | Bernhard Völger |
| Franz (3. Nihilist) | Torsten Voges | Oliver Feld |
Rezeption
Publikumserfolg und Kultstatus
Die Produktionskosten wurden auf rund 15 Millionen US-Dollar geschĂ€tzt. Der Film spielte (bis Ende Mai 1998) in den Kinos weltweit rund 27 Millionen US-Dollar ein, davon rund 17 Millionen US-Dollar in den USA. In den deutschen Kinos wurden bis 29. MĂ€rz 1998 rund 1,8 Millionen Deutsche Mark eingenommen.cite-ref-7[7] Obwohl der finanzielle Erfolg des Filmes bei seiner Veröffentlichung damit nur mĂ€Ăig war, wird The Big Lebowski heute weithin als Kultfilm angesehen und besitzt eine groĂe AnhĂ€ngerschaft. Seit 2002 wird in verschiedenen US-StĂ€dten jĂ€hrlich ein mehrtĂ€giges âLebowski-Festâ veranstaltet. Gelegentlich nehmen auch Mitwirkende des Filmes an diesen Festen teil. 2005 wurde eine religiöse Vereinigung gegrĂŒndet, die den Lebensstil des Dude verherrlicht (Dudeismus). Sie trĂ€gt den Namen Church of the Latter-Day Dude.
Kritiken
The Big Lebowski wurde mit weitgehend positiven Kritiken bedacht, wobei vor allem die Dialoge und die visuelle Ausdruckskraft der Coen-BrĂŒder gelobt wurden, ebenso die Leistungen von Jeff Bridges und John Goodman in den Hauptrollen. Dies spiegelt sich auch in den Auswertungen US-amerikanischer Aggregatoren wider. So erfasst Rotten Tomatoes gröĂtenteils positive Besprechungen und ordnet den Film dementsprechend als âZertifiziert Frischâ ein.cite-ref-rotten-tomatoes-8-1[8] Laut Metacritic fallen die Bewertungen im Mittel âGrundsĂ€tzlich Wohlwollendâ aus.cite-ref-metacritic-9-1[9]
âDie GebrĂŒder Coen haben sich in ihrem neuesten Geniestreich all jenen Genres angenommen, in denen klassischerweise am reinsten das Problem des Mannseins verhandelt wird. Die Folie fĂŒr The Big Lebowski ist zweifelsfrei The Big Sleep, aber neben film noir finden Western und Kriegsfilm gebĂŒhrend Beachtung, und selbst Pornos und Busby-Berkeley-Musicals gehören mit zur Mixtur. Fast ein kleines Panorama des Hollywood-Kinos der Vierziger Jahre; nur verlegt von der Zeit des Zweiten Weltkriegs in die des Golfkriegs.â
â
Thomas Willmann
âDen Coen-BrĂŒdern ist mit The Big Lebowski zwar kein wirklich spannender Film gelungen, aber doch eine sehr amĂŒsante Komödie mit liebevoll und gekonnt charakterisierten Spinnern. Angenehm ist, daĂ â ganz im Gegensatz zu ihrem Erfolgsfilm Fargo â Gewalt in diesem Film selten prĂ€sent ist, der ironische Humor aber umso hĂ€ufiger.â
â
Klaus Waltz
âEin ausgesprochen witziger Film voller skurriler SpĂ€Ăe, der neben seinem immensen Einfallsreichtum auf das pointiert-zurĂŒckgenommene Spiel der Darsteller aufbauen kann. Die gelungene Variante eines modernen Schelmenromans, geprĂ€gt von Fabulierlust und ĂŒberbordender Fantasie.â
â
Lexikon des internationalen Films
Auszeichnungen
âą Der Film wurde zur Berlinale 1998 eingeladen und fĂŒr den Wettbewerb um den âGoldenen BĂ€renâ nominiert.
âą Bei der Verleihung EuropĂ€ischer Filmpreis 1998 war der Film als âBester nicht-europĂ€ischer Filmâ nominiert.
âą Der Film gewann von der Russian Guild of Film Critics 1998 einen Preis als âBester auslĂ€ndischer Filmâ.
Spinoff
John Turturro inszenierte mit The Jesus Rolls ein Spinoff ĂŒber den von ihm dargestellten Charakter Jesus Quintana, das zugleich eine Neuverfilmung von Die Ausgebufften darstellt.cite-ref-16[16] Der Film feierte im Oktober 2019 seine Premiere und kam im Februar 2020 in die Kinos. Turturro war hieran auch als Drehbuchautor beteiligt.
Literatur
âą Tricia Cooke, William Preston Robertson: The Making of the âBig Lebowskiâ. London 1998, ISBN 0-571-19334-X.
âą Aaron Jaffe, Edward P. Comentale (Hrsg.): The Yearâs Work in Lebowski Studies, deutsch: absolute(ly) Big Lebowski. Elf Essays. orange-press, Freiburg im Breisgau 2010, ISBN 978-3-936086-52-2; Aufsatzband
âą Bill Green, Ben Peskoe, Will Russell, Scott Shuffitt: Ich bin ein Lebowski, du bist ein Lebowski. Wilhelm Heyne, MĂŒnchen 2011, ISBN 978-3-453-67603-9. (Mit einem Vorwort von Jeff Bridges; Amerikanische Originalausgabe: Bloomsbury, New York 2007)
âą Jeff Bridges, Bernie Glassman: Der Dude und sein Zen-Meister. Das Leben, die Liebe und wie man immer locker bleibt. Bastei LĂŒbbe, Köln 2014, ISBN 978-3-7857-6111-3. (Die amerikanische Originalausgabe erschien 2012)
Weblinks
Commons
: The Big Lebowski
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikiquote: The Big Lebowski
â Zitate
âą The Big Lebowski bei IMDb
âą The Big Lebowski in der Online-Filmdatenbank
âą The Big Lebowski in der Deutschen Synchronkartei
âą Dudeism â eine Pseudoreligion inspiriert durch The Big Lebowski (englisch)
âą Filmhinweis (Memento vom 31. Mai 2015 im Internet Archive) des Kino Xenix, ZĂŒrich
Einzelnachweise
cite-note-11. â Susan King: 25 titles added to National Film Registry, Los Angeles Times online, 17. Dezember 2014, abgerufen am 18. Dezember 2014.
cite-note-21. Indiewire: Interview mit den Coen-BrĂŒdern: âWe wanted to do a Chandler kind of story â how it moves episodically, and deals with the characters trying to unravel a mystery, as well as having a hopelessly complex plot thatâs ultimately unimportant.â
cite-note-33. â Jesse Pasternack: The Legacy of The Night of the Hunter. 8. Oktober 2018, archiviert vom Original am 8. August 2019; abgerufen am 23. September 2019 (amerikanisches Englisch).
cite-note-55. â Essay bei BrightLights Film
cite-note-66. â The Big Lebowski. In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 3. Februar 2021.
cite-note-77. â GeschĂ€ftliches. Internet Movie Database, abgerufen am 22. Mai 2015 (englisch).
cite-note-rotten-tomatoes-88. The Big Lebowski. In: Rotten Tomatoes. Fandango, abgerufen am 16. Januar 2026 (englisch, aggregiert aus 190 Kritiken).
cite-note-metacritic-99. The Big Lebowski. In: Metacritic. Abgerufen am 16. Januar 2026 (englisch, aggregiert aus 46 Kritiken).
cite-note-102. The Big Lebowski auf fbw-filmbewertung.com
cite-note-113. Matthew Doberman: The Big Lebowski (1998) (Memento vom 24. August 2017 im Internet Archive) bei AllMovie (englisch)
cite-note-124. Datenbankabfrage bei cinemascore.com
cite-note-ldif-135. The Big Lebowski. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 2. MĂ€rz 2017.
cite-note-146. Thomas Willmann: Kritik. In: Artechock.
cite-note-157. Kritik von Klaus Waltz
cite-note-1616. â Oliver Kube: The Jesus Rolls. Ein âThe Big Lebowskiâ-Spin-off ohne den Dude. Filmstarts, abgerufen am 9. Januar 2021 (Filmkritik und Inhaltsbeschreibung).